Motivation..

Ich sah hoch oben die Flügel tragen und das über Hügel.. die ragen weit weit übers Meer hinaus.. ein kleines Vöglein fliegen welches Flog über mein Haus. Nun ist dies Vöglein vielleicht die Einsicht an bittren Tagen auch mal nach dem Wert zu fragen - hat man ihn gefunden.. und ganz unverhofft lässt es einen doch nicht verzagen. Das Vöglein kommt oft!

Was will ich nun hiermit sagen? Die mit höchster Konzentration versteckte Botschaft dieses kleinen poetischen Regenschauers läuft einzig und allein darauf hinaus das sich Motivation nicht hinter großen Zielen, weit entfernten Erfolgsmöglichkeiten, riesigen Summen irgendwelcher Tauschgüter und anderen jener "Sinngeber" verstecken muss - ganz im Gegenteil. Motivation findet sich oft in der Form wieder in der man sie selbst am wenigsten erwartet.. das 4 blättrige Kleeblatt auf der Autobahn eben. Nun ist sogar schon so weit das mir dass ganze wieder Spaß macht.. haha, welch ein scheußlicher Gedanke, aber wie sollte es auch anders sein - es gibt aufs und abs, es geht hoch und runter, momentan bin ich so weit von der Oberfläche dieses Planeten entfernt das mich kein irdisches Teleskop jemals sichten könnte. Was wohl auch gerade das schöne an dieser Situation ist. Es entsteht eine gewisse Freudenromantik, ich symphatisiere immer mehr und mehr mit dem Gefühl der Zufriedenheit - auf die eigene Person bezogen, die weltlichen Probleme sind momentan eher.. nennen wir es mal banal.

Das eigene kleine Häusschen gebaut. Das habe ich wohl heute vollbracht, eine tolle Erinnerung. Der frischgestrichene weiße Zaun hinter dem ungebunden alles kreist und schwebt.. relevante Dinge Form und Bedeutung verlieren und die ganz banalen Dinge des Lebens einen einfach beglücken. Die Dinge die eigentlich jeder kennt - nur nicht jeder würdigt.

Wobei das diesen anscheinend unwichtigen Dingen auch eine unendliche Romantik verleiht - jeder kann ein Bild wie die Mona Lisa bestaunen, die Vorzüge hervorheben und anschließend eine "Aussage" dazu tätigen. Aber in einer alltäglich aufgezeichneten Situation die Relevanz und Notwendigkeit eben jener zu erkennen - die absolute nichtigkeit nebensächlicher Geschehnisse in eben jenem Moment.. diesen einzufangen ist schon schwer genug - ihn festzuhalten gelingt nur den wenigsten.. aber ihn dann am Ende auch noch zu würdigen, und das ohne großes Brimborium, basierend auf der eigenen "Entdeckung" jener Situation.. und mag sie auch nicht absichtlich in der Form in der man sie sieht festgehalten worden sein - hier liegt wohl die Kunst. Hier liegt der Kieselstein welcher dich in die Fußsole piekst und dir verdeutlich, ich laufe Barfuß.. und die anderen tausenden Steinchen ergeben vielleicht ein schönes Gesamtbild.. aber der eine der dich hat spüren lassen was du tust.. jener bleibt in Erinnerung. Schmerz muss also nicht immer unüberwindbare Wunden hinterlassen.. nein, das komplette Gegenteil tritt ein - Schmerz kann unglaublich gut tun.. erkennt man nur die Situation, das Bild.. und zieht das Steinchen dann ausm Fuß.

1 Kommentar 29.1.08 17:17, kommentieren

Kartenhaus?

Halli Hallo Hallöle, mirs langweilig und ich hab gerade nichts anderes zu tun - let's Blog!

 

Ich weiß eigentlich gerade nicht so richtig worüber ich schreiben soll - den Titel nannte ich Kartenhaus, weil ich ein Lied höre das so heißt.. nun bin ich zwanghaft am überlegen welchen passenden Übergang ich zum "Kartenhaus" finde.. ich machs diesmal aber ganz plummp - ich machs ohne Übergang.

 

Ich frage mich gelegentlich worin die Motivation bestehen soll seine Ziele zu erreichen.. egal welches Ziel ich mir bis jetzt gesetzt habe, sei es ein Mädchen, eine Form der gesellschaftlichen Weiterentwicklung, Bildung, Dinge die mit höheren Einkommen zu tun haben.. keines war mehr als 24 Stunden von wirklichem Interesse für mich. Bedeutet dass das mir alles gleich ist? Manche würden wohl meinen das ich, allein dadurch das ich mir die Frage stelle, die Antwort schon habe.. ist das wirklich so? Stelle ich die Frage nicht vielleicht auch nur weil ich der "norm" entsprechen will? Wer will das schon nicht.. dazu gehören, jene, die es bereits tun mal außen vor..

De Facto erkenne ich keine Relevanz für mich in anbetracht von Dingen die man wohl als weltlich bezeichnen würde. Sprich materiellen Wertformen. Sollte ich aber nicht gerade dann, der logischen Schlussfolgerung nach, ein Mensch sein der viel Wert auf sein Umfeld und auf Emotionen legt? Sollte ich nicht ein totaler Familienmensch sein? Der seinen Bruder über alles liebt? .. Irgendwie, so leid es mir tut dies zu sagen, ist mir sowohl meine Familie als auch das restliche nähere Umfeld ziemlich gleich. Bis auf ein paar Außnahmen von Leuten mit denen ich einfach nur sau viel lachen kann.. kann der Rest genauso gut nicht existent sein, es würde wohl nur die Folge haben das ich selbst kochen müsste..

Irgendwie erschreckend wie tief die Selbsterkentnis einen doch treiben kann.. was so ein paar Stunden alleine mit ein wenig Musik ausmachen können..

Nunja, dieser Blog soll ja noch einen gemeinnützigen Zweck haben, ich gehe einfach mal davon aus das mein Leben nicht dermaßen Interessant ist das es die werten Leser entsprechent unterhalten kann, alsoo nochmal was kluges.

An meiner Situation erkennend bin ich ziemlich gewachsen, dadurch das ich mir meinen Zustand eingestehe bin ich ehrlicher, selbstkritischer, nicht mehr so utopisch bzgl. Themen die man eher vorsichtig angehen müsste .. nur eben auch zu nachdenklich, Geschehnisse und erlebtes tot zu philosophieren ehe es geschieht ist selten ein guter Weg in einen neuen Lebensabschnitt.

Mir bleibt wohl nicht viel mehr übrig als weiter nach Dingen zu suchen dir mir in irgendeiner Form wichtig genug erscheinen ihnen mein "Sein".. falls ich dies überhaupt tue, zu widmen, ich hoffe doch stark.. zumindest etwas zu finden, das diese leeren Abende füllen kann.

 

 

 

 

22.1.08 21:08, kommentieren

One, Two - Six!

Round 6 – Fight!

Blog 6, ein Tag Pause – go on.

Nach einem aufwühlendem Gespräch in dem ich versucht habe eigene Unsicherheit zu unterdrücken und gute Worte gefunden habe den Kummer und die Sorgen unseres Lebens nicht als unheiligen alles überdauernden Schicksalsbegleiter zusehen, sondern daraus zu lernen bin ich nun in der Phase in der ich meine eigenen Worte in Frage stelle, hatte ich recht mit der Aussage das die beste Methodik Kummer zu begegnen diese wäre ihn bis zum tiefsten Kern der Entstehung zu verfolgen bzw. zu hetzen? Ihn mich nicht in seinen Bann ziehen zu lassen sondern ihn jagen, ihn zu ergründen, ich würde fast sagen sezieren? Ist das wirklich die Konstante die dich durch das Leben führt und für künftige Ereignisse wappnet? Ich für mich schöpfe Kraft aus Erkenntnissen, aus der Fähigkeit zu begreifen was wann wie vor sich geht, dass das nicht immer gelingt ist zwar durchaus positiv, doch möchte ich es nicht missen die Impressionen des ersten nahen Todes zu erforschen, daraus für das Leben zu lernen.. der Tragödie ein für mich anderes ermessen zu schenken, denn eine betrauerte Seele ist zwar kostbar, doch daraus Lehren zu ziehen, daraus einen gewissen nutzen für sich selbst zu erkennen, das macht den Tod zu einer schrecklichen Erfahrung mit festigendem weiterbestehen, ein einfaches, belangloses trauern ist für kurze Zeit verständlich und nachvollziehbar.. doch auf lange Sicht gesehen sollten wir jedem der uns nahe stand einen Platz sichern der ihn/sie/es für „danach“ mollig warm bettet, im Bett der Erinnerung, getragen vom Kissen der Liebe und gewärmt durch die Decke der Freundschaft ist dies der Ort an dem unsere, wahrlich unsere, auf ewig ruhen sollten.  

Nun ist es bei mir nicht lange her, eine wichtige Person begab sich in einen Punkt zwischen Lebend und tot, eine wirre Vorstellung sein Dasein am Ende unbewusst zu verbringen, eine katastrophale Vorstellung.
Nun, sie starb, einen Tag lang wusste ich nichts davon, dann kam die Information, es war kein Schock, ich hatte damit gerechnet, war mir sicher, es gab keine Chance, nun, so ist das eben wenn man häufig mit dem Tod konfrontiert wird, es entsteht diese elend-kalte „Akzeptanz“ dafür, eine Akzeptanz die uns daran hindert tragische Nachrichten im TV oder der Zeitung, Unglücke die weit fort waren nachvollziehen zu können, die Akzeptanz resultierend aus Gewohnheit die es mir so schrecklich schwer macht das menschliche Gefühl Miteinfließen zu lassen, das mich in einen Block verwandelt der nicht schmilzt, nicht ehe es zu warm geworden ist.., so warm dass selbst das innere leidet..
Ich würde mir wünschen den Block von innen sprengen zu können nur macht es dieser tägliche Umgang mit dem Thema „Tot“ dermaßen „normal“ (welch Vermessenheit...) das jeder Versuch den Wert zu steigern der Person wieder nicht gerecht werden würde.. schließlich wäre es falsch jemandem aus Zwang zu Gedenken, jemandem den man nicht kennt, nur damit es „sozialer“ wirkt.

Der Tod ist nicht weit, für uns alle, wir alle haben Erfahrungen damit, meist schlechte, gute wären auch etwas merkwürdig, nun nimmt uns dennoch jeder Verlust eines nahen Menschen mit auf eine Reise zwischen Talstation „Suizid-Gedanken“ und Raumschiff „Spiel, Spaß & Schokolade“. Die Unbekannte Mensch eben, manchmal weinen wir in Momenten die uns zu tiefster Freude bewegen sollten, manchmal lachen wir während uns andere ihr Herz ausschütten, wir lachen und weinen, zugleich, getrennt doch ist auch dies nicht wirklich real.
Wir weinen, im Moment, wir lachen, im Moment, was überdauert jene Momente? Was hält länger als jede Empfindungslage? Eine Erinnerung, nur, erinnern wir uns an einen Witz, lachen in trauriger oder heiterer Form mit, ist es dann noch des Witzes wegen, nein, die Grund-Intention geht verloren, wir lachen weil wir damals gelacht haben, es uns lustig erschien, es uns Spaß gemacht hat.
Wir weinen aufgrund der Erinnerung an traurige Ereignisse, wir weinen den Menschen hinterher, hier ist es nicht so wie beim lachen, wir weinen nicht weil wir es schonmal taten, wir weinen weil die Erinnerung des Menschen durch den „Bonus weinen“ verstärkt, multipliziert wurde, wir haben ein, manchmal, absolut ungerechtfertigtes Gefühl zur Nähe.. und das aufgrund von Dingen wie lachen und weinen, wir glauben mit Menschen befreundet zu sein, warum? Wir haben gelacht und geweint, wir lieben und hassen, Leben und sterben.. all das aufgrund dessen das wir weinen und lachen.

So lasst uns traurige Momente genießen, sie sind nur die andere Seite der Medallie, nicht einmal unweigerlich schlecht, einfach nur anders, das ungetoastete Brot ist auch nicht schlechter als das getoastete, nur weil wir das eine vorher ein wenig bearbeitet haben, nein, Gefühle wie Trauer, Depressionen und weinerliche Zustände sind absolut wichtig, genauso wichtig wie Liebe, Freude und das lachen, ohne beides wäre das Leben einseitig und öde, hätte keine Kurven sondern wäre eine endlose Gerade, eine, elend langweilige Einöde dessen einziger Abfahrt keine Alternative darstellt.

Oder so o0...  

3.12.07 16:52, kommentieren

Lügen? Tjoa!

5:17 Uhr Samstag Frühs – Lügen tut man nicht!

„i’ve lied, to you, the same way that i always do“ Genial, Lügen, der Weg zur Humanität! Nur durch Lügen ist es möglich eine konstante Bekanntschaft zu führen ohne den Punkt der unangenehmen Aussprache zu erlangen, Lügen sind wundersame Pfade nicht ganz so guten Bekannten kein zu schlechtes Gefühl von sich selbst zu geben, die Distanzierung kann langsam, kontinuierlich erfolgen ohne das jemand verletzt wird, eine geniale Erfindung diese Lügen.
Lügen und Humanitär? Inwiefern? Eine Lüge ist vielleicht nicht die beste Art etwas zu lösen, doch besser als die harte Wahrheit ist sie in mancherlei Situation auf jeden fall. Nicht auf den nahen Freundes-/Familienkreis bezogen, auf die entfernteren Gefilde jener Landschaften jedoch sind kleine Lügen schon fast Alltag, warum ich nun nicht für diese und jene Person Zeit habe erklärt sich aus einfachster Antipathie, nicht das diese Person etwas dafür könnte das sie so ist wie sie ist, nein, das kreide ich niemandem an, lediglich ist diese Ich in vielen Fällen kein erstrebenswerter Umgang für mich, sicherlich ist eine schöne Zeit, lachen usw. etwas tolles.. nur in Relation zu einem gutem Gespräch dessen geistige Tiefe die Tiefenhaltbarkeit einer Uhr vom Bahnhofsverkäufer übersteigt hat doch einen gewissen Wert den das einfach lachen, das ebenso mit dem Gesprächspartner möglich ist, eher sekundär erscheinen lässt.

Lachen ist dennoch ein absolutes Highlight, kaum etwas ist so schön wie ehrliches lachen, ein guter Witz oder geniale Situationskomik, einfach nur ein Teil dessen was mich, und viele andere wohl auch, ausmacht. Ohne Situationskomik wäre jedes Gespräch ein kalter, ausgetrockneter Austausch von irgendwelchen Floskeln, in die meisten Gespräche kann man Scherze auf die ein oder andere Art einbauen. Wenn ich gerade mit jemanden über den Tot seiner Mutter spreche werde ich keine Witze über Frau Holle machen, das ist klar, doch um Situationen aufzulockern, sogesehen ein kleiner Tipp von mir für langweilige Gespräche, etwas Zynismus bringt auch den größten Eisklotz zum schmunzeln, von da an geht’s rund. So können ein paar Anspannungen von Muskeln die sich auf kleinstem Raum verteilen dazu führen das Menschen sich plötzlich um einiges näher stehen als vorher, Komik findet ihren Weg, meistens.

Lügen und Scherzen sind beides Methoden Menschen zu schützen/unterhalten, sie als jenes zu behandeln was sie sind, Menschen.
Nun sind all diese Bemühungen, Komik, Lügen, Emphatie, Moralvorstellung, Toleranz etc. Indikatoren mit was für Menschen wir wie zurecht kommen, gäbe es also nun eine Möglichkeit zu bestimmen wie solche Menschen miteinander zurecht kommen? Singlebörsen, Flirtchats und Konsorten basieren ja lediglich auf diesen Daten, mit Glück noch einem Bild, trotzdem entstehen hieraus Beziehungen, würde nun jemand, der diese Ansicht nicht teilt, etwas mit jemandem zu tun haben wollen der von sich selbst sagt gerne mal zu lügen? Bitte weiterhin beachten das eine gewissen Distanz zu den Belogenen besteht. Schwer vorstellbar, oder? Selbst für mich, die Ungewissheit zu haben ob mein Gegenüber nun aufrichtig ist oder nicht ist schon etwas Prekär, dennoch nicht unwahrscheinlich, jeder wurde und wird mal belogen, sowas passiert, Menschen lügen zum Schutz und aus Unwissenheit, also sehr, sehr oft. Lügen sollten nicht überbewertet werden, nicht jede Schutz-Lüge hat einen teuflischen Hintergrund der der Verschleierung fremd angewendeter sexual Praktiken dient. Lügen sind vorallem eines: natürlich. Du hast nur zwei Minuten, Stress im Alltag, jemand ruft nun an auf den du nicht so die Lust hast, diese Person stellt auch noch eine nervige Frage „Hast du am Samstag Zeit?“ (es ist Montag-Mittags..), du gibst eine schnelle, unüberlegte Antwort, lügst, weißt das du etwas zu tun hast, möchtest aber nicht lange umher reden, sagst du schaust in deinen Kalender, rufst dann zurück, nur um dir eine mögliche Ausrede einfallen zu lassen die besser klingt, wäre ja doof etwas zu sagen wie „ahh, da kann ich nicht, da ist dann mein Geburtstag..“
Etwas das man sich im Normalfall merkt, nein, hier kommt dann die Notlüge zum Einsatz, jenes Mittel das uns verdammt viel Stress erspart.
Lügen halten die Welt im gleichgewischt, würden Politik und Medien nicht soviel, ich nenne es mal zurückhaltend kaschieren, kaschieren (Lügen) würde eine komplett andere Gesamtsituation entstehen, der schrecklichste aller möglichen Ausnahmefälle würde sich ereignen: 81 Millionen Vollpfosten rennen auf die Strasse und nehmen sich im massen Suizid das Leben, warum? Der Amazonas wird abgeholzt :‘(.
Der Klimawandel steigt unaufhaltsam, SARS, Vogelgrippe, fast ganz Deutschland stirbt durch eine Milben-Epidemie aus, einzige überlebenden? Jene, die auch mal weiter geblickt haben als sie springen können.

Die Medien sensibilisieren uns also Schritt für Schritt für die ‚Wahrheit‘, jedenfalls jene die wir ihrer Ansicht nach sehen sollten, ist doch toll. Massenmorde in Darfur, Polit-Skandale rund um die Welt, wozu sollten wir darüber berichten, in Bagdad ist die 519. Autobombe dieses Jahr hochgegangen, Terror verkauft sich, Lücken des Systems verbreiten nur weitere, ungern gesehene, Störsignale.

1.12.07 22:35, kommentieren

Placebo und Kakao!

Es ist 2:38 Uhr, im WMP läuft Placebo und auf meinem Tisch steht eine Tasse Kakao, den trinke ich aus einem Becher mit der Aufschrift ‚Lass den Kopf nicht hängen, das wird schon wieder!‘. Darauf zu sehen eine sehr süße, traurige Maus, die im nächsten Moment wieder fröhlich strahlt und ein grinsen an den Tag legt als ob sie die Tochter des Osterhasen wäre und Papa gerade wieder für eine Jahr frei hätte.
Wie dem auch sei, der Kakao tut gut, eigentlich trinke ich keinen, neben dem Kaffee und dem ekeligen Energy-Drink der mich irgendwie munter macht doch ein netter Ausgleich, die Milch ist lauwarm und ich kann den Becher in einer schönen Denker-Pose in die Hand nehmen und mich für 15 Sekunden für Intellektuell-bewandert halten, schöne Welt!

Was nun, Kakao zu thematisieren wäre hier definitiv zu Komplex, ebenso ist es nicht die Uhrzeit um überdimensional weitreichende Reden niederzuschreiben, ein M.L.K. schrieb den ‚Dream‘ sein Leben lang, er fand nur die Worte ihn zu materialisieren. Das versuche ich dann mal lieber nicht.
Mein Leben in physische Formen, Datenpakete auf meinem PC, zu wandeln würde die Speicherkapazität überlasten, ich denke ein einfaches von der Seele schreiben ist seit dem dritten Blog nun nicht mehr, im Moment habe ich vieles gesagt, zwar hat es noch niemand vernommen doch kann ich mir ausnahmsweise einer Sache gewiss sein, dafür finde ich gehör. Schöne Vorstellung gehör zu finden, hat man doch oftmals viel zu sagen, wird aber selbst dann wenn man spricht nur in den seltensten Fällen verstanden.

Warum ist der Mitteilungsdrang für uns so wichtig? Müssen wir unbedingt die Dinge/Erfahrungen die wir tun/erhalten weitergeben? Sind es Gründe der Profilierung? Müssen wir uns mit unseren Taten abheben? Oder wollen wir einfach die Gewissheit das es jemanden gibt der unwichtige oder auch wichtige Quelldateien unseres Datencodes erhalten? Zu versuchen unsere ‚Matrix zu scannen‘ in unseren Bereich des Empfinden eintauchen.. uns, und wenn die Zeit kurz sein mag, zeigen das es doch nicht so schlimm war das Madam die Einladung auf das Konzert abgelehnt hat, das Rudi Karels tot (R.i.P.) doch nicht das Ende deutscher Comedy war, das töten einer Fliege einen nicht zum absoluten Tierquäler macht, das all die kleinen sowie großen Dinge ihren Platz haben, sie uns wie Mufasa aus ‚König der Löwen‘ seinen Sohn am Nacken packt und ihn anhebt auch wir die Hand gereicht bekommen, uns Gewissheit über den Zyklus der Natur, der Menschen, den ‚ewigen Kreis‘ verschaffen, das uns ein anderes fühlendes Wesen versichert das wir nicht kalt sind.. sind wohl nur ein paar Gründe die für den Menschen den Mitteilungsdrang so wichtig machen.

Das Lied ist vorbei, es beginnt John Cales Version von ‚Hallelujah‘. Ein sehr gefühlvoller Song, wäre es mittlerweile nicht schon nach 3 würde ich lauthals mitsingen, da ich aber wahrscheinlich ärger mit meinen Eltern erhalten würde tue ich das nicht.
So ist das menschliche Miteinander eine der schwierigsten Bürden die wir zu tragen haben, ab dem Zeitpunkt des eigenständigen Handelns und Denken knüpft der Mensch Kontakte, er lernt neue, neu-alte und alt-neue Menschen kennen, kann die einen leiden und die anderen nicht, kann wenige um einiges mehr leiden als andere, andere ganz und gar nicht, so ist die schwerste Herausforderung das miteinander, nun ist die romantisierte Vervollkommnung einer Beziehung eine die jung beginnt und, möglichst alt, gemeinsam endet, so ist gerade jenes ‚Ideal‘ katastrophal schwer zu realisieren, allein schon schwer genug rechtzeitig jemanden zu finden während man jung ist, gerade in diesen Jahren dann die auch mal größeren Probleme einer Beziehung oder Freundschaft zu bestehen sind meist vergebens.. doch, es soll sie noch geben, Beziehungen die nie durch Trennung geendet sind, den Tod als physische Barriere mal aussen vor, ich erfahre täglich neu das Beziehungen von 50+ Jahren gehalten haben, sie zwar zu anderen Zeiten begonnen, doch auch damals waren Teenager Teenager, vielleicht durch Umstände wie den Krieg erwachsener, aber nicht unbedingt weiter. Wenn es nun Beziehungen von damals gibt die 50 Jahre und länger halten konnten, ja, dann will ich auch mit 70 mal sagen können, „50 Jahre.. mein Kind, 50 Jahre sind wir zusammen“ und will dabei die Hand derer greifen die mir diese Zeit ermöglichte.

So lassen sich in der Prüfung die sich Leben nennt, jedenfalls für mich, noch nicht alle Fragen lesen.. Antworten habe ich erst recht wenige, doch eine habe ich, da bin ich mir sicher!
Gibt es den Menschen da draussen mit dem dieses Unterfangen klappen kann, gibt es das Mädchen da draussen mit dem ich 50 Jahre und mehr zusammen sein kann, werde ich es, sofern ich es finde, nie loslassen.. und erst recht keinen Grund liefern das es loslassen würde.

So long, mal sehen was die Nacht noch geht!

1 Kommentar 1.12.07 21:19, kommentieren

Mitternachtsimpressionen

„See all those People running around, wasting Time..“

Die erste Zeile des Liedes „On my Own“ von der Band The Used, eine schöne Zeile, trifft einen von mir oft erlebten Zustand, stehend in einer Menschenmenge beginne ich mich zu fragen was ich hier mache, es gefällt mir ja gar nicht, in Gegenwart sovieler Menschen fühle ich mich unwohl, bin verunsichert und nicht der scharfe Geist wie sonst, mache Fehler die andere nicht mal rückwärts während des Schlafwandelns machen würden, verlaufe mich an ausgeschilderten Ubahn-Stationen und sitze am Abend dennoch im Heime und betrachte das Treiben mit einer gewissen Distanz die mir ein gewisses Unbehagen bereitet. Ich erkenne meine eigene arrogante Art, sehe mich aufgrund meiner Gedanken wichtiger, stärker, größer als andere, doch nur in meinen Gedanken, habe im Alltag Schwierigkeiten mit Menschen, arbeite passender Weise in der Betreuung im Seniorenheim. So laufe ich durch die Strassen, sehe Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, Hunde und andere Tiere, Strassenbahnen und Taxis, normale Autos und Busse, begreife warum die Busse, Taxis, Strassenbahnen, und Autos da sind, meine zu wissen warum der Mensch neben mir einen Hund führt und bin doch nicht dazu fähig es in diesem Moment zu realisieren, die Szenerie als ganzes zu sehen, den Vorgang zu begreifen der vor sich geht, die Fluktuation des Lebens in seiner ‚Pracht‘ zu bestaunen, das ist mir nicht möglich.

Der Gedanke des Unbehagens tritt auf den Plan, auf einer Bank, eine schöne Aussicht, eine nette Person, meine Welt, mein Traum, mein Wunsch. Geschrieben fiel es mir nun so einfach dies zu schreiben wie das Abc aufzuzählen, gefragt nach Wünschen oder Träumen stottere ich drei bis vier Minuten vor mich hin bis die Menschen es aufgeben, warum ist das so? Angst. Angst vor Erwartungen, wenn niemand was von mir hält wird auch Niemand etwas von mir wollen. Ich verneine Aussagen wie „Du kannst das“ oder „Der Amir, der zeigt dir das dann“ meist, berichtige sie, unterstelle mir keine Fähigkeiten. Zum Teil ist das ungelogen, von Auge zu Auge bin ich gehemmt was die Grundfähigkeiten betrifft, so bin ich doch so oder so nicht dazu in der Lage aus einem überproportional großem Wissensschatz schöpfen zu dürfen, leide an Wissenslücken, zu faul jene zu füllen, der scharfe Intellekt sollte genügen, töricht.
Nun kreist dieser Gedanke immer wieder neu, er wiederholt sich, meine Beine laufen gerade, meine Gedanken schwirren im Kreise.

Nun nehme ich den Gedankenpfad absichtlich oft auf, könnte die Rotation unterbrechen doch ist es wahrscheinlich sinnvoller sie durchzubrechen, habe sogar Ehrgeiz in diese Richtung, finde auch jeweils neue Antworten, entwickle mich unaufhörlich, komme weiter, von Gedanken zu Gedanken, Ende dann im Schlaf, vorher natürlich am Anfang angelangt, so vergrößere ich den Kreis, durchbreche ihn aber nicht, Pi bleibt eine konstante Begleitung.

Nun kreise ich im Gedanken, laufe gerade, treffe Menschen die entweder gerade unterwegs sind oder kreisen, traf bis jetzt keinen wirklich gleichen, weiss nicht warum, halte es auch nicht für so wichtig, es gibt ähnliche, davon mehrere, ich befrage sie, diskutiere mit ihnen und will verstehen wie ihre Bahn aussieht, folgen sie der gleichen? Einer anderen? Gibt es die Möglichkeit zusammen die Runden zu drehen? Zusammen über den Zaun zu klettern, die Laufschuhe auszuziehen und erst einmal durchzuatmen?
Jetzt, in diesem Moment nicht. Das ist wohl auch ganz gut, denke ich den Kreis noch stark vergrößern zu können.

Komme ich damit nicht in eine endlose Odyssee? Egal wieviel Wind weht, will ich das Ende des Meers finden muss ich hinter den nächsten Horizont, der Horizont wird jedoch wiederkommen, Tag für Tag, Gedanke für Gedanke..
So ist es wohl ein Unding der Logik das ich dennoch weiter denken werde, warum? Gedanken bieten Gesprächs-Stoff, Gesprächs-Stoff verbindet Menschen, Menschen mit denen ich mich verbinde schaffen es vielleicht eines Tages das ich die Schuhe an den Nagel hänge, jedenfalls wäre das, wie man so schön sagt, ein Traum für den es sich zu Leben lohnt..

1.12.07 20:47, kommentieren

Schon vorbei?

Der Tod – Etappe oder unendlicher Leerlauf?

Nun sitz ich an meinem zweiten Blog, lausche dem genialen Cash in seinem Meisterstück „Hurt“ und bedauere eine nicht annähernd ähnliche Begabung zu besitzen. Wobei, würde ich Cash gleichkommen wäre er nicht das was er wäre, ich könnte ihn also nicht mit den jetzigen Ansichten betrachten, seinen Zeilen folgen um ihnen die Absolution zu erteilen, also ist es gut, nicht so wie Cash zusein, vor allem ist es gut nicht tot zu sein. Wer weiss wo Mr. Cash jetzt ist, singt er im Himmel seine alten Klassiker? Befindet er sich auf dem Abschlag 8 beim Golf-Spiel mit Elvis und den anderen Größen? Oder befindet er sich in einer interstellaren Raum-Blase die all unsere „Seelischen-Überbleibsel“, sofern vorhanden, in sich aufnimmt? Oder, das halte ich für am wahrscheinlichsten, ist sein kompletter Mikrokosmos durch eine kleine Supernova verpufft?

Kann es sein das unser aller Ende ein verpuffen ist? Religionen bauen auf Post Mortalem Leben auf, sie stützen Menschen mit Angst vor dem Ungewissen, stützen einsame Reiter, stärken das Ross und geben ihnen Verpflegung, Glaubensrichtungen aller Art bauen darauf auf den Menschen etwas nach dem Tot zu versprechen, ob es die ewig währende Wiedergeburt ist die erst dann ein Ende findet sofern man die Erleuchtung erreicht oder die freudige Erwartung auf zahlreiche Jungfrauen, oder dem Paradies, Glaube bietet Kraft, Glaube bietet Hoffnung, eine tolle Sache sowas.

Nun meinte vor kurzem eine Pfarrersfrau zu mir: Der Tod als solches ist eine Etappe, ein Zwischenstopp, der Glaube an eine übergeordnete Kraft dessen Verbindung du durch eine irdische Institution aufrecht erhältst ist natürlich gegeben. Die Frage: Wenn es nun sowas gäbe, wer hat recht?.. Der Buddhismus? Islam? Judentum? Christentum? Hinduismus? Jeder der einzelnen Glaubens Richtungen versperren, meiner Ansicht nach, die Variable einer logischen Existenz der anderen, nun kann mir das als nicht Gläubigem egal sein.. aber muss ich als Gläubiger nicht Angst haben? Angst davor, das der Christ, der ja ebenso gläubig wie ich Buddhist bin, in das Paradies kommt und ich nur verpuffe? Ich meinen Mikrokosmos verliere weil ich dem falschen Glauben angehöre? Ich sozusagen im interstellaren Roulette verliere weil die grüne 0 anstelle der roten 22 kommt?
Tja, auch der Glaube hat sein Risiko und ich habe noch keinen Beweis gesehen der mir versichert das etwas kommt. So bleibt eines: ein extremer Glaube, eine Überzeugung die durch Jahre des Glückes die auf schreckliche Zeiten folgten gestärkt wurde, kein Wunder das unsere Alten, jene die den Krieg und seine Folgen, den Wiederaufbau Deutschlands und dessen vorrangegangene Zerstörung erlebt haben, so stark Glauben, woraus sollte nun ich diesen ziehen können?

Betrachte ich nun die Möglichkeit des „unendlichen Leerlaufes“ ist mir klar warum jemand gerne einer Religion angehört, andere Gründe in einem der nächsten Blöcke, eine Unendlichkeit im Schlaf, also Unbewusstsein, Schlaf ohne Träume, der Horror, meine Existenz endet in.. sagen wir mal 50, können ruhig mehr sein, Jahren, hoffentlich sind jene im vollen Bewusstsein, ein Leben in einer Demenz die Stufe 3 übersteigt ist zu abstrus als das ich mir dies in die Gedanken rufen wollen würde.
So verpuffe ich nun, mit, sagen wir doch das ich noch 60 Jahre mache, 77 Jahren, ein schönes Alter, sicherlich, doch für mich, aus momentaner Sicht, zu wenig. Selbst mit 77 ist das Leben nicht vorbei! In etwa 14 Jahren bewusstem Lernens habe ich einen Fingerhut voll wissen verglichen mit dem was ich möchte, absolut ungenügend. Nur, was mache ich wenn es dann in den Leerlauf übergeht? Kann ich mich mein Leben lang selbst belügen und mir solange einreden den Glauben daran zu haben um dann letztendlich vielleicht sogar eine solche Sphäre zu erreichen? Ein von Jungfrauen gespicktes Paradies? Wäre das möglich? Zu schön, zu abstrakt, zu surreal.

Also bleibt eines: den Tod akzeptieren werde ich nie, ab dem Moment ist das Leben ebenso einer gewissen Akzeptanz verfallen, ich werde mich fürchten, so wie es zahllose andere machen, andere die ihm bei weitem näher stehen als ich, wie jene werde ich Furcht empfinden! Doch, QUINTESSENCE, Furcht, also Angst, kann ich nutzen um mich anzutreiben, mein Leben auf ein anderes Werte-Niveau aufzustocken, es in der Balance zu halten, es als ewigen Fingerzeig des Schicksals sehen der mir zeigt: Zwei Sorgenfreie Stunden im Arm deiner Liebsten, im Kreis deiner Freunde, im Schose deiner Familie, Zwei jener Stunden reichen aus Wochen und Monate voller Gedanken, Selbstmitleid und Irritation wieder gut zu machen.
Zwei Stunden können mir mein Leben als „gelungen“ suggerieren. . . ! Welch unglaubliche Macht schöne Gedanken haben, absolut unvergleichlich.

Wie schön das ich bei weitem mehr als zwei Stunden davon haben werde, solltet ihr auch.

1 Kommentar 1.12.07 18:44, kommentieren

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