Placebo und Kakao!

Es ist 2:38 Uhr, im WMP läuft Placebo und auf meinem Tisch steht eine Tasse Kakao, den trinke ich aus einem Becher mit der Aufschrift ‚Lass den Kopf nicht hängen, das wird schon wieder!‘. Darauf zu sehen eine sehr süße, traurige Maus, die im nächsten Moment wieder fröhlich strahlt und ein grinsen an den Tag legt als ob sie die Tochter des Osterhasen wäre und Papa gerade wieder für eine Jahr frei hätte.
Wie dem auch sei, der Kakao tut gut, eigentlich trinke ich keinen, neben dem Kaffee und dem ekeligen Energy-Drink der mich irgendwie munter macht doch ein netter Ausgleich, die Milch ist lauwarm und ich kann den Becher in einer schönen Denker-Pose in die Hand nehmen und mich für 15 Sekunden für Intellektuell-bewandert halten, schöne Welt!

Was nun, Kakao zu thematisieren wäre hier definitiv zu Komplex, ebenso ist es nicht die Uhrzeit um überdimensional weitreichende Reden niederzuschreiben, ein M.L.K. schrieb den ‚Dream‘ sein Leben lang, er fand nur die Worte ihn zu materialisieren. Das versuche ich dann mal lieber nicht.
Mein Leben in physische Formen, Datenpakete auf meinem PC, zu wandeln würde die Speicherkapazität überlasten, ich denke ein einfaches von der Seele schreiben ist seit dem dritten Blog nun nicht mehr, im Moment habe ich vieles gesagt, zwar hat es noch niemand vernommen doch kann ich mir ausnahmsweise einer Sache gewiss sein, dafür finde ich gehör. Schöne Vorstellung gehör zu finden, hat man doch oftmals viel zu sagen, wird aber selbst dann wenn man spricht nur in den seltensten Fällen verstanden.

Warum ist der Mitteilungsdrang für uns so wichtig? Müssen wir unbedingt die Dinge/Erfahrungen die wir tun/erhalten weitergeben? Sind es Gründe der Profilierung? Müssen wir uns mit unseren Taten abheben? Oder wollen wir einfach die Gewissheit das es jemanden gibt der unwichtige oder auch wichtige Quelldateien unseres Datencodes erhalten? Zu versuchen unsere ‚Matrix zu scannen‘ in unseren Bereich des Empfinden eintauchen.. uns, und wenn die Zeit kurz sein mag, zeigen das es doch nicht so schlimm war das Madam die Einladung auf das Konzert abgelehnt hat, das Rudi Karels tot (R.i.P.) doch nicht das Ende deutscher Comedy war, das töten einer Fliege einen nicht zum absoluten Tierquäler macht, das all die kleinen sowie großen Dinge ihren Platz haben, sie uns wie Mufasa aus ‚König der Löwen‘ seinen Sohn am Nacken packt und ihn anhebt auch wir die Hand gereicht bekommen, uns Gewissheit über den Zyklus der Natur, der Menschen, den ‚ewigen Kreis‘ verschaffen, das uns ein anderes fühlendes Wesen versichert das wir nicht kalt sind.. sind wohl nur ein paar Gründe die für den Menschen den Mitteilungsdrang so wichtig machen.

Das Lied ist vorbei, es beginnt John Cales Version von ‚Hallelujah‘. Ein sehr gefühlvoller Song, wäre es mittlerweile nicht schon nach 3 würde ich lauthals mitsingen, da ich aber wahrscheinlich ärger mit meinen Eltern erhalten würde tue ich das nicht.
So ist das menschliche Miteinander eine der schwierigsten Bürden die wir zu tragen haben, ab dem Zeitpunkt des eigenständigen Handelns und Denken knüpft der Mensch Kontakte, er lernt neue, neu-alte und alt-neue Menschen kennen, kann die einen leiden und die anderen nicht, kann wenige um einiges mehr leiden als andere, andere ganz und gar nicht, so ist die schwerste Herausforderung das miteinander, nun ist die romantisierte Vervollkommnung einer Beziehung eine die jung beginnt und, möglichst alt, gemeinsam endet, so ist gerade jenes ‚Ideal‘ katastrophal schwer zu realisieren, allein schon schwer genug rechtzeitig jemanden zu finden während man jung ist, gerade in diesen Jahren dann die auch mal größeren Probleme einer Beziehung oder Freundschaft zu bestehen sind meist vergebens.. doch, es soll sie noch geben, Beziehungen die nie durch Trennung geendet sind, den Tod als physische Barriere mal aussen vor, ich erfahre täglich neu das Beziehungen von 50+ Jahren gehalten haben, sie zwar zu anderen Zeiten begonnen, doch auch damals waren Teenager Teenager, vielleicht durch Umstände wie den Krieg erwachsener, aber nicht unbedingt weiter. Wenn es nun Beziehungen von damals gibt die 50 Jahre und länger halten konnten, ja, dann will ich auch mit 70 mal sagen können, „50 Jahre.. mein Kind, 50 Jahre sind wir zusammen“ und will dabei die Hand derer greifen die mir diese Zeit ermöglichte.

So lassen sich in der Prüfung die sich Leben nennt, jedenfalls für mich, noch nicht alle Fragen lesen.. Antworten habe ich erst recht wenige, doch eine habe ich, da bin ich mir sicher!
Gibt es den Menschen da draussen mit dem dieses Unterfangen klappen kann, gibt es das Mädchen da draussen mit dem ich 50 Jahre und mehr zusammen sein kann, werde ich es, sofern ich es finde, nie loslassen.. und erst recht keinen Grund liefern das es loslassen würde.

So long, mal sehen was die Nacht noch geht!

1.12.07 21:19

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