One, Two - Six!

Round 6 – Fight!

Blog 6, ein Tag Pause – go on.

Nach einem aufwühlendem Gespräch in dem ich versucht habe eigene Unsicherheit zu unterdrücken und gute Worte gefunden habe den Kummer und die Sorgen unseres Lebens nicht als unheiligen alles überdauernden Schicksalsbegleiter zusehen, sondern daraus zu lernen bin ich nun in der Phase in der ich meine eigenen Worte in Frage stelle, hatte ich recht mit der Aussage das die beste Methodik Kummer zu begegnen diese wäre ihn bis zum tiefsten Kern der Entstehung zu verfolgen bzw. zu hetzen? Ihn mich nicht in seinen Bann ziehen zu lassen sondern ihn jagen, ihn zu ergründen, ich würde fast sagen sezieren? Ist das wirklich die Konstante die dich durch das Leben führt und für künftige Ereignisse wappnet? Ich für mich schöpfe Kraft aus Erkenntnissen, aus der Fähigkeit zu begreifen was wann wie vor sich geht, dass das nicht immer gelingt ist zwar durchaus positiv, doch möchte ich es nicht missen die Impressionen des ersten nahen Todes zu erforschen, daraus für das Leben zu lernen.. der Tragödie ein für mich anderes ermessen zu schenken, denn eine betrauerte Seele ist zwar kostbar, doch daraus Lehren zu ziehen, daraus einen gewissen nutzen für sich selbst zu erkennen, das macht den Tod zu einer schrecklichen Erfahrung mit festigendem weiterbestehen, ein einfaches, belangloses trauern ist für kurze Zeit verständlich und nachvollziehbar.. doch auf lange Sicht gesehen sollten wir jedem der uns nahe stand einen Platz sichern der ihn/sie/es für „danach“ mollig warm bettet, im Bett der Erinnerung, getragen vom Kissen der Liebe und gewärmt durch die Decke der Freundschaft ist dies der Ort an dem unsere, wahrlich unsere, auf ewig ruhen sollten.  

Nun ist es bei mir nicht lange her, eine wichtige Person begab sich in einen Punkt zwischen Lebend und tot, eine wirre Vorstellung sein Dasein am Ende unbewusst zu verbringen, eine katastrophale Vorstellung.
Nun, sie starb, einen Tag lang wusste ich nichts davon, dann kam die Information, es war kein Schock, ich hatte damit gerechnet, war mir sicher, es gab keine Chance, nun, so ist das eben wenn man häufig mit dem Tod konfrontiert wird, es entsteht diese elend-kalte „Akzeptanz“ dafür, eine Akzeptanz die uns daran hindert tragische Nachrichten im TV oder der Zeitung, Unglücke die weit fort waren nachvollziehen zu können, die Akzeptanz resultierend aus Gewohnheit die es mir so schrecklich schwer macht das menschliche Gefühl Miteinfließen zu lassen, das mich in einen Block verwandelt der nicht schmilzt, nicht ehe es zu warm geworden ist.., so warm dass selbst das innere leidet..
Ich würde mir wünschen den Block von innen sprengen zu können nur macht es dieser tägliche Umgang mit dem Thema „Tot“ dermaßen „normal“ (welch Vermessenheit...) das jeder Versuch den Wert zu steigern der Person wieder nicht gerecht werden würde.. schließlich wäre es falsch jemandem aus Zwang zu Gedenken, jemandem den man nicht kennt, nur damit es „sozialer“ wirkt.

Der Tod ist nicht weit, für uns alle, wir alle haben Erfahrungen damit, meist schlechte, gute wären auch etwas merkwürdig, nun nimmt uns dennoch jeder Verlust eines nahen Menschen mit auf eine Reise zwischen Talstation „Suizid-Gedanken“ und Raumschiff „Spiel, Spaß & Schokolade“. Die Unbekannte Mensch eben, manchmal weinen wir in Momenten die uns zu tiefster Freude bewegen sollten, manchmal lachen wir während uns andere ihr Herz ausschütten, wir lachen und weinen, zugleich, getrennt doch ist auch dies nicht wirklich real.
Wir weinen, im Moment, wir lachen, im Moment, was überdauert jene Momente? Was hält länger als jede Empfindungslage? Eine Erinnerung, nur, erinnern wir uns an einen Witz, lachen in trauriger oder heiterer Form mit, ist es dann noch des Witzes wegen, nein, die Grund-Intention geht verloren, wir lachen weil wir damals gelacht haben, es uns lustig erschien, es uns Spaß gemacht hat.
Wir weinen aufgrund der Erinnerung an traurige Ereignisse, wir weinen den Menschen hinterher, hier ist es nicht so wie beim lachen, wir weinen nicht weil wir es schonmal taten, wir weinen weil die Erinnerung des Menschen durch den „Bonus weinen“ verstärkt, multipliziert wurde, wir haben ein, manchmal, absolut ungerechtfertigtes Gefühl zur Nähe.. und das aufgrund von Dingen wie lachen und weinen, wir glauben mit Menschen befreundet zu sein, warum? Wir haben gelacht und geweint, wir lieben und hassen, Leben und sterben.. all das aufgrund dessen das wir weinen und lachen.

So lasst uns traurige Momente genießen, sie sind nur die andere Seite der Medallie, nicht einmal unweigerlich schlecht, einfach nur anders, das ungetoastete Brot ist auch nicht schlechter als das getoastete, nur weil wir das eine vorher ein wenig bearbeitet haben, nein, Gefühle wie Trauer, Depressionen und weinerliche Zustände sind absolut wichtig, genauso wichtig wie Liebe, Freude und das lachen, ohne beides wäre das Leben einseitig und öde, hätte keine Kurven sondern wäre eine endlose Gerade, eine, elend langweilige Einöde dessen einziger Abfahrt keine Alternative darstellt.

Oder so o0...  

3.12.07 16:52

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